John le Carré
Das Russland-Haus
Der englische Verleger Bartholomew Scott Blair, genannt Barley, ist ein großer Liebhaber der russischen Literatur und Lebensart. Er fährt regelmäßig zu den Buchmessen nach Moskau. In einer wodkadurchtränkten Nacht lernt er dort "Goethe" kennen, der – wie sich später herausstellt – weder Kulturfunktionär noch Dichter ist, sondern ein Physiker aus der Rüstungsindustrie. Sie sprechen über Glasnost und den Rüstungswahnsinn in Ost und West. Wenig später wird ein Manuskript nach London geschmuggelt: Aphorismen Goethes, vor allem jedoch Zeichnungen von Raketen, Lagepläne von Basen. Barley soll das Material als Buch herausbringen, doch die Sendung gelangt in die Hände des britischen Geheimdienstes, ins Rußland-Haus. Nach endlosen Verhören gewinnen die "grauen Männer" Barley schließlich für einen Auftrag – die "Operation Bluebird": Er soll in der Rolle des Bücher aquirierenden Verlegers wieder nach Moskau reisen und weitere Kontakte knüpfen. Barley, ganz Gentleman, spielt gekonnt mit. doch seine anfängliche Nonchalance vergeht ihm spätestens, als er sich zwischen den Fronten der Geheimdienste wiederfindet. Und Katja, die den Kontakt zu Goethe herstellt, ist der Grund, daß es für ihn plötzlich Wichtigeres gibt als seine Mission. Die Operation Bluebird gerät ins Trudeln.
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Verlag: Heyne
Taschenbuch, 472 Seiten
erschienen: 1991
ISBN: 3453048520
Original: The Russia House (1989)
Genre: Krimi/Thriller

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