Marion Zimmer Bradley
Die Feuer von Troia
"Vor der Geburt des Paris träumte Königin Hekabe, sie habe eine Fackel geboren, durch die Troia bis auf die Grundmauern niederbrennen würde." Im Königspalast von Troia werden Zwillinge geboren. Paris, der Sohn, muß unbekannt als Hirte in den Bergen aufwachsen, denn man fürchtet das böse Omen von Hekabes Traum. Zwillingsschwester Kassandra bleibt jedoch am Hof der Eltern. Schon früh entdeckt sie ihre seherischen Kräfte. Es ist Kassandras Gabe und Fluch, daß sie in Visionen die Zukunft erblickt und den Willen der Götter spürt. Aber sie kann nicht verhindern, daß die Geschichte ihren Lauf nimmt. Als Frau ist sie in so untergeordneter Stellung, daß man ihre Warnrufe nicht hören will. Bei ihrer Tante, der Königin der letzten Amazonen, lernt Kassandra einige Jahre lang das harte Leben dieser mutigen Frauen kannen. Kassandras Mutter, Königin Hekabe, war früher selber Amazone und Kriegerin. Durch ihre Heirat mit dem König von Troia hatte sie sich dem neuen Gesetz der Männer, die der Frau und damit der Herrschaft der Göttin Erdmutter einen untergeordneten Platz zuweisen, unterworfen. So verschob sich das Gleichgewicht der Kräfte. Der Sohn und nicht mehr die Tochter übernimmt nun das Erbe und die Verantwortung. Zurück in Troia, fühlt Kassandra sich nicht für einen Mann bestimmt und weiht ihr Leben dem Sonnengott Apollon, wird Priesterin in seinem Tempel. Auch Paris ist inzwischen nach Troia zurückgekehrt. Bei öffentlichen Wettspielen wird er Sieger und mit offenen Armen wieder am Hof aufgenommen – allen bösen Omen zum Trotz. Als Paris die bereits verheiratete schöne Helena aus Sparta entführt, nimmt der griechisch-troianische Krieg, der sich über Jahre hinziehen soll, seinen Anfang. Kassandra sieht das drohende Schicksal voraus, ohne Glauben zu finden. In der dramatischen Zeit der Belagerung Troias sucht Kassandra einen Ausweg vor dem Untergang. Steht Troia nicht mehr unter dem Schutz der mächtigen Götter? Sind die Menschen nur Spielbälle der Götter oder können sie ihr Handeln beeinflussen? Und welche Rolle ist ihr selber und ihren Visionen zugedacht? Kassandra ist dem Ruf Apollons gefolgt, aber sie widersetzt sich seinem Zugriff, als er sie als Mann verführen will. Aber macht sie sich Aphrodite nicht zur Feindin, wenn sie sich allen Männern verschließt? Werden sich ihre dunklen Vorahnungen erfüllen? In Kolchis findet Kassandra unter Anleitung der Königin Imandra und ihrer Priesterinnen den Weg zu den Mysterien der Erdmutter und Schlangengöttin und begreift dadurch die alte Ordnung, das Recht der Frau, der die Erneuerung des Lebens, die ewige Wiedergeburt aller Wesen, anvertraut ist. Marion Zimmer Bradley gelingt es, einen bekannten Heldenmythos aus weiblicher Sicht neu und spannend zu erzählen. Mit den Augen Kassandras erweckt sie die Welt der griechischen Sagen zu neuem Leben, zu einem dramatischen visionären Roman über den Untergang Troias und dessen Künderin.
Bewertung:
Hier wird die Geschichte des trojanischen Kriegs aus der Sicht der Seherin Kassandra, der Zwillingsschwester von Paris erzählt. Zwar wird sie in einigen Punkten nicht ganz korrekt wiedergegeben, aber dafür ist das Buch so spannend, dass man darüber leicht hinwegsehen kann. Mir hat es jedenfalls gefallen und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
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besondere Bücher |
  
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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