Jostein Gaarder
Der Geschichtenverkäufer
Manchen Schriftstellern gehen sie aus, ihm fliegen sie unablässig zu: Geschichten. Schon in der Schule beginnt er einen schwunghaften Handel damit: Klassenaufsätze gegen Süßigkeiten, später gegen weibliche Zuneigung. Die Erfahrung, daß Frauen überhaupt Geschichten schätzen, bleibt ihm fürs Leben. Dennoch erscheint ihm der Gedanke, selbst Schriftsteller zu werden, absurd. Es drängt ihn einfach nichts ins Licht der Öffentlichkeit. Er entscheidet sich für eine Karriere hinter den Kulissen des Literaturbetriebs, wird Geschichtenverkäufer. Die Geschäftsidee ist neu, der Erfolg überwältigend. Voraussetzung dafür ist äußerste Diskretion. Seine Kundenkartei reicht vom Gelgenheitsdichter bis zum internationalen Großschriftsteller, doch keiner ahnt, daß er nicht der einzige Kunde des Geschichtenverkäufers ist. Eines Tages aber tauchen Gerüchte auf. Von der "Spinne" ist die Rede, einem geheimnisvollen Manipulator ganzer Autorenbiographien. Ist man ihm auf die Schliche gekommen? Wenn ja, wozu sind hinters Licht geführte Erfolgsschriftsteller fähig? Gar zum Mord? Urplötzlich findet er sich in eine Geschichte verstrickt, die von ihm selbst stammen könnte. Doch sie ist bitterböse Wirklichkeit. Und ihr Ende liegt ausnahmsweise nicht in seiner Hand.
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Verlag: Hanser
Hardcover, 272 Seiten
erschienen: 2002
ISBN: 3446202102
Original: Sirkusdirektørens datter (2002)
Genre: sonstige Belletristik

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