Wolf Serno
Der Wanderchirurg
Anno 1576: Im spanischen Zisterzienserkloster Campodios stirbt der von allen verehrte und geliebte Abt. Kurz vor seinem Tod gesteht er seinem hoch begabten Lieblingsschüler Vitus ein Geheimnis: Vitus ist ein Findelkind, das nach seiner Geburt vor den Toren des Klosters ausgesetzt wurde. Ein kostbares rotes Damasttuch, in das er als Baby eingehüllt war, ist der einzige Hinweis auf seine Herkunft, und das Wappen deutet darauf hin, dass seine Familie in England leben könnte. Vitus macht sich auf, um seine Angehörigen zu suchen, in seinem Gepäck ein wertvolles Buch, das das gesamte Wissen über die Heilkunde seiner Zeit enthält, sowie einige Heilpflanzen und chirurgische Instrumente. Schon bald muss er seine medizinischen Kenntnisse anwenden, macht sich als eine Art Wunderheiler einen namen in ganz Spanien. Nach schweren Prüfungen in den Kerkern der Inquisition stößt er auf eine Gauklertruppe, die ihn ihrer Mitte aufnimmt. Hier begegnet ihm die schöne junge Zigeunerin Tirza, seine erste große Liebe. Doch das Geheimnis seiner Herkunft lässt ihn auch in ihren Armen nicht los, und er setzt seinen Weg Richtung Santander fort, um von dort mit dem Schiff nach England überzusetzen.
Bewertung:
Zwar klingt der Klappentext wirklich nach einer guten Idee, leider ist die aber nicht gut umgesetzt. Man erwartet eine Wanderschaft der Hauptperson, während der er versucht, näheres über seine Herkunft herauszufinden. Doch zuerst landet er ziemlich kurz nach seinem Aufbruch aus dem Kloster direkt im Kerker der Inquisition, wo er auch beinahe die Hälfte des Buches bleibt. Danach zieht er wieder viele Seiten lang mit einer Gauklergruppe in Richtung Meer. Die Auflösung seines eigentlichen Vorhabens geht dann viel zu schnell. Es scheint fast so, als habe der Autor plötzlich festgestellt, dass das Buch zu lang wird und deshalb das Tempo angezogen. Der historische Hintergrund ist zwar oft recht interessant erzählt, aber Serno wollte wohl einfach zu viel und hat auch Sachen in das Buch gepackt, die einfach nicht reinpassen, so dass es manchmal total überladen wirkt. Auch die Geschichte klingt an vielen Stellen an den Haaren herbeigezogen und konstruiert. Schade, aber zu einem guten Buch gehört eben mehr als nur eine gute Idee.
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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Verlag: Droemer
Hardcover, 663 Seiten
erschienen: 2001
ISBN: 3426195445
Genre: Historisch

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