Tanja Kinkel
Götterdämmerung
Neil LaHaye, der bekannte Journalist und Pulitzer-Preisträger, stößt bei seiner Recherche für ein neues Buch auf merkwürdige Zusammenhänge, die auf den genialen, aber wie von der Erdoberfläche verschwundenen Gen-Spezialisten Dr. Sanchez und seinen Arbeitgeber, den mächtigen amerikanischen Pharmakonzern Livion hinweisen. Er trifft auf Beatrice, die Tochter von Sanchez, die mit ihrem Vater abgeschottet in Alaska weitab der üblichen staatlichen Kontrollen in einem geheimen Labor an den neuesten Biotechnologien arbeitet. Ist sie der Schlüssel zu den Geheimnissen, die er sucht? Eine Liebe beginnt. Doch beide sind sie bereits unumkehrbar verstrickt in ein lebensgefährliches Komplott von Wirtschaft, Militär und Politik, und ihnen wird bewusst, dass der Menschheit durch den Missbrauch wissenschaftlicher Forschung Unvorstellbares bevorsteht. Sie nehmen den Kampf gegen die selbst ernannten Götter auf. Was sie nicht wissen: Die Jagd der Mächtigen auf sie hat schon längst begonnen. Tanja Kinkel, Autorin erfolgreicher historischer Romane, hat für ihren spannenden Thriller umfangreiche Recherchen unternommen. Für die Medizin und Rechtswissenschaft führte sie ihr Weg zu den Universitäten nach Harvard und Yale, für den untersuchenden politischen Journalismus ebenso wie auf den Spuren des Geldes war es New York und für die Politik das Zentrum der Macht, Washington. Mit durch Kenntnis der Historie geschärftem Gespür erzählt sie eine Geschichte, in der die Fakten ungeheuerlicher sind als alle Phantasie und ein Nachdenken über die Risiken der Jetztzeit fordern.
Bewertung:
Der Journalist Neil LaHaye, der durch ein regierungskritisches Buch über die Bedingungen der Gefangenen in Guantanamo die Gunst der Leser verloren hat, muss dringend ein neues Buch schreiben, um sein Image zu verbessern. Als ein alter Bekannter von ihm an AIDS stirbt, beschließt er, es mit einem Buch über diese Krankheit zu versuchen. So erfährt er von dem Gen-Spezialisten Sanchez, der einige der ersten AIDS-Patienten vor Jahren behandelt hat, aber plötzlich verschwunden ist. Durch seine Suche nach ihm lernt er Beatrice, die Tochter von Sanchez, kennen und gelangt durch sie auf die Spur eines gefährlichen Geheimnisses, das ihrer beider Leben bedroht … Tanja Kinkel, die schon einige erfolgreiche historische Romane geschrieben hat, versuchte sich hier das erste Mal an einem Thriller. Dies ist ihr meiner Meinung nach auch wirklich gut gelungen. Das Buch ist richtig spannend, ich konnte es kaum noch aus der Hand legen, und das Thema ist wirklich interessant und sehr aktuell. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, man kann sich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn die Geschichte gegenüber der Wirklichkeit hoffentlich etwas übertrieben ist, zeigt sie doch sehr gut die Gefahr, die von missbrauchter Wissenschaft ausgehen kann. Aber auch die Möglichkeiten, die die Gentechnik bietet, werden nicht außer Acht gelassen, wodurch sehr schön der Zwiespalt deutlich wird, in dem sich die Menschheit durch die neuen Möglichkeiten befindet. Ein wirklich gutes Buch mit einem Ende, das mich dann doch etwas überrascht hat.
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besondere Bücher |
  
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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Verlag: Frankfurter Verlagsanstalt
Hardcover, 447 Seiten
erschienen: 2003
ISBN: 3627001095
Genre: Krimi/Thriller

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