Rebecca Gablé
Die Siedler von Catan
Elasund, ein Küstendorf im hohen Norden – die christlichen Völker schreiben etwa das Jahr 850: Während die Ziehbrüder Candamir und Osmund bei einem nächtlichen Wettkampf den Fjord durchschwimmen, fallen die feindlichen Turonländer im Dorf ein, rauben, morden und segeln davon. Auch Osmunds Frau zählt zu den Opfern. Die Elasunder sind verzweifelt: Der Winter steht bevor, die Vorräte sind vernichtet – es droht eine Hungerkatastrophe. Osmund und Candamir erkennen, dass ihre Tage in der alten Heimat gezählt sind, und werben bei ihren Nachbarn für einen Aufbruch ins Ungewisse. Im Frühjahr stechen die Überlebenden der Dorfgemeinschaft mit neun Schiffen in See. Nach einer langen, entbehrungsreichen Reise verschlägt ein Sturm die Siedler an die Gestade einer unbekannten Insel, in der sie schließlich das Land ihrer Legende erkennen: Catan. Odin, so heißt es in den alten Liedern, habe diese Insel erschaffen, um eine schöne Albentochter zu entzücken, und deshalb habe er sie vollkommen gemacht. Voller Hoffnung erkunden die Siedler das unbekannte Land, roden Wälder und bestellen den fruchtbaren Boden. Alle Not könnte ein Ende haben, hätten sie nicht ihre Vergangenheit und ihre Zwistigkeiten aus der alten Heimat mitgebracht. Eine Frau, ein neuer Gott und die Bürde althergebrachter Traditionen gefährden Candamirs und Osmunds lebenslange Freundschaft und drohen die Siedlergemeinschaft zu spalten …
Bewertung:
Nach einem Überfall ihrer Feinde, bei dem viele Menschen verschleppt oder getötet werden, und auf den wegen der zerstörten oder gestohlenen Vorräte ein Hungerwinter folgt, machen sich die überlebenden Dorfbewohner im Frühjahr mit neun Schiffen auf den Weg in eine neue Zukunft. Nach einer langen und beschwerlichen Reise landen sie auf einer sehr fruchtbaren Insel, die sie Catan nennen und voller Tatendrang besiedeln. Auf einmal sind alle Sorgen der vergangenen Jahre vergessen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass Menschen sich ihre Probleme auch selbst schaffen können … Diesmal beruht Rebecca Gablés neuer Roman nicht auf wahren historischen Fakten, sondern beschreibt die fiktive Besiedlung einer Insel durch die Wikinger. Doch trotzdem hat die Autorin sehr gut recherchiert und die Wikinger mit ihren Gewohnheiten, Traditionen und Göttersagen historisch genau beschrieben. Auch die Charaktere sind liebevoll und mit vielen Details beschrieben, und alle haben sie ihre Ecken und Kanten, keiner ist perfekt, wodurch sie sehr glaubwürdig und lebendig wirken. Die Geschichte hat zwar nur wenige spannende Höhepunkte, dafür ist sie aber fast durchgängig so spannend, dass es mir wirklich schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Wie der Titel und das Cover-Bild schon erahnen lassen, handelt es sich hier um das Buch zum Spiel. Die eigentliche Idee für das Buch hatte Klaus Teuber schon vor Jahren, doch er fühlte sich selbst nicht in der Lage, einen Roman zu schreiben. Deshalb bat er Rebecca Gablé, es zu tun, und sie entwickelten die Idee gemeinsam weiter. Natürlich sind die Grundelemente des Spiels enthalten, und wer das Spiel kennt, wird diese Elemente auch manchmal wiedererkennen. Allerdings sollte man nicht zu viel davon im Buch erwarten, was sicherlich manche Fans des Spiels etwas enttäuscht. Mich hat es allerdings überhaupt nicht gestört, denn meiner nach ist der Sinn des Buches nicht, das Spiel nachzuspielen, sondern die Grundidee des Spiels aufzugreifen und eine spannende Geschichte daraus zu machen. Und das ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen.
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besondere Bücher |
  
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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Verlag: Ehrenwirth
Hardcover, 796 Seiten
erschienen: 2003
ISBN: 343103019X
Genre: Historisch

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