Michael Wilcke
Hexentage
Mit seinem Brautvater reist Jakob Theis aus Minden nach Osnabrück, um den Hexenprozeß gegen die Apothekerin Anna Ameldung zu verfolgen. In der Stadt scheint ein Hexenwahn ausgebrochen zu sein. Innerhalb weniger Wochen wurden mehrere Frauen als Hexen hingerichtet. Jakob will den Prozeß als Beobachter verfolgen, um sich so auf seine Laufbahn als Jurist vorzubereiten. Er zweifelt nicht daran, daß es Hexen gibt, denn er selbst wird von Visionen gepeinigt und sieht grausame Dinge, die irgendwann in der Vergangenheit geschehen sein müssen. Bei der Hinrichtung einer Hexe begegnet er Sara, der Tochter eines Goldschmieds. Die junge Frau ist eine Außenseiterin, nicht nur weil sie ein Kind von einem schwedischen Soldaten erwartet, sondern auch weil sie nicht dem Hexenwahn verfallen ist. Sie versucht Jakob die Augen zu öffnen: Es gibt einen Menschen, der aus all diesen Anklagen gegen unbescholtene Frauen einen Nutzen zieht – der Bürgermeister der Stadt.
Bewertung:
Jakob Theis möchte Jurist werden und sich dann der Hexenverfolgung widmen. Deshalb reist er mit seinem Brautvater nach Osnabrück, um dort den Hexenprozeß gegen Anna Ameldung, der Frau des Apothekers, zu verfolgen. Dort lernt er Sara, die Tochter des Goldschmieds, kennen, die ihm zu erklären versucht, dass Anna keine Hexe ist. Sie bittet ihn, ihr und den Angehörigen von Anna und ihrer Mitangeklagten, der Mutter des größten Konkurrenten des Bürgermeisters, zu helfen. Nach anfänglichen Zweifeln lässt er sich darauf ein und macht sich so den Bürgermeister, und damit auch dessen Freund, seinen Brautvater, zum Feind. Dieses Buch hat mich sehr interessiert, weil es zu der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland spielt. Leider kommt die historische Grundlage etwas zu kurz, da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Schlimm ist das aber nicht, weil man die Geschichte auch so sehr gut verstehen kann. Die Geschichte des Hexenprozesses um Anna Ameldung ist dafür sehr gut erklärt und zusammen mit der Rahmenhandlung um Jakob und Sara wirklich spannend. Manchmal ist die Handlung zwar etwas vorhersehbar, was der Lesefreude aber keinen Abbruch tut.
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besondere Bücher |
  
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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Verlag: Aufbau
Taschenbuch, 320 Seiten
erschienen: 2003
ISBN: 3746619998
Genre: Historisch

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