Wolfram Fleischhauer
Das Buch, in dem die Welt verschwand
Deutschland um 1780. Wenige Jahre vor der Französischen Revolution ist das Deutsche Reich in unzählige Fürstentümer aufgespalten. Aufgeklärte Geister, Sekten und kriminelle Banden liefern sich einen im Verborgenen schwelenden Kampf. In diesen aufregenden Zeiten soll der junge Arzt Nicolai Röschlaub aus Nürnberg einer Reihe beunruhigender Todesfälle nachgehen. Alle Opfer weisen ein merkwürdiges Geschwür unter dem linken Lungenflügel auf, sind jedoch gewaltsam, durch Mord oder Selbstmord, zu Tode gekommen. Zur gleichen Zeit finden rätselhafte Feueranschläge auf Postkutschen statt. Ihr Ziel sind Bücher, Raubdrucke. Gibt es einen Zusammenhang? Eine geheimnisvolle junge Frau tritt in Nicolais Leben, die ihm behutsam klar macht, dass mehr hinter den Vorfällen stecken muss als eine bloße Verschwörung. Hin- und hergerissen zwischen Skepsis und wachsender Liebe, beginnt er mit ihr nach der Antwort zu suchen – und erhält plötzlich den Befehl, seine Ermittlungen einzustellen. Misstrauisch geworden, entwendet Nicolai wichtige Unterlagen seines Auftraggebers. Darin findet er eine eigenartige Landkarte – und stößt auf die Spur von etwas Ungeheuerlichem. ihm wird klar, dass er fliehen muss und dass seine ärztliche Kunst ein Nichts ist angesichts des Unbekannten, dem er sich nun zu stellen hat … Wolfram Fleischhauers neuer Roman erzählt vom Heilen und vom Töten, von Gott, vom Teufel und von der Liebe. Er bringt ein hochaktuelles Stück Geistesgeschichte ans Licht, dessen Auswirkungen unser Leben für immer verändert haben.
Bewertung:
Im späten 18. Jahrhundert wird der junge Arzt Nicolai Röschlaub spät abends auf Schloss Alldorf zu einem Patienten gerufen, doch er kann nur noch dessen Tod feststellen. Es gibt viele Hinweise auf einen Mord, aber ein seltsames Geschwür gibt Rätsel auf. Als weitere Leichen mit ähnlichen Geschwüren auftauchen, wird Nicolai beauftragt, der Sache nachzugehen. Dabei stößt er immer wieder auf Widerstand und muss mit der Zeit feststellen, dass die Verbrechen einen viel weitreichenderen Hintergrund haben, als man vermuten konnte. Am Anfang ist dieser Roman ein ganz normaler historischer Krimi, doch mit der Zeit wandelt er sich immer mehr zu einem philosophischen Roman. Wer also einen normalen Krimi erwartet, wird sicher überrascht sein. Der Autor versteht es sehr gut, die Verstrickungen um Religion, Geheimbünde und Philosophie so zu erzählen, dass man darüber nachdenken kann, sich aber nicht langweilt. Er beschreibt wunderbar die Situation im Deutschland des 18. Jahrhunderts mit den zersplitterten Fürstentümern und den vielen Geheimbünden, der Zeit der Auf- und Umbrüche. Der Roman von Wolfram Fleischhauer ist sicher nicht jedermanns Sache, mir hat er aber wirklich gut gefallen.
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besondere Bücher |
  
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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Verlag: Droemer
Hardcover, 448 Seiten
erschienen: 2003
ISBN: 3426196727
Genre: Historisch, Krimi/Thriller

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