Harry Cauley
Onkel Josh und die Gabe des Staunens
Man zählt das Jahr 1939, die Welt ist kurz davor, sich in den Zweiten Weltkrieg zu stürzen, und der Ich-Erzähler Ben schildert ein Paradies auf Erden: In einer abgelegenen, verschlafenen Kleinstadt leben er und seine Schwester Estella auf einer Farm, die ihrer gestrengen Großmutter Mamu gehört. Bens Leben ist in erster Linie von Arbeit und Pflichterfüllung bestimmt. Dennoch genießt er das Ernten der Felder, das Umsorgen der Tiere, das Zusammensein mit den schrulligen Personen, die den Haushalt bevölkern und über deren Wissen er jeden Tag aufs Neue staunt. Woher weiß Priddie um alle Geheimnisse von Kräutern und Pflanzen? Wieso kennt Osceola immer "einen Mann", der ihm das besorgt, was er gerade braucht? Und was hat es mit Onkel Josh auf sich? Ihn lieben Ben und Estella besonders innig, eröffnet er ihnen doch ungeahnte Welten. In einer kleinen Hütte direkt am See, unweit des Haupthauses, träumt der belesene Musikliebhaber Josh, inmitten seiner Landkarten, seine eigene Welt. Zu ihm flüchten sich die Kinder, wenn sie der unnachgiebigen Großmutter entfliehen wollen. In dem Sommer, in dem Ben 17 Jahre alt wird, findet dieses Kinderparadies sein Ende. Als es in der Kleinstadt zu einem schrecklichen Verbrechen kommt, muss Ben erfahren, dass jeder in seiner Familie ein Geheimnis hat. Seine geborgene Welt fällt in sich zusammen. Harry Cauley hat einen wunderbar warmherzigen Familienroman und eine einfühlsame Geschichte über die Leiden des Erwachsenwerdens geschrieben.
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Verlag: Droemer
Hardcover, 352 Seiten
erschienen: 2003
ISBN: 3426196034
Original: Millersburg (2003)
Genre: sonstige Belletristik

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