Dietrich Schwanitz
Der Campus
Noch vor kurzem sonnte sich Vorzeigeprofessor Hanno Hackmann in akademischem Ruhm. Jetzt kocht der Campus, die Stadt ist entsetzt und die Presse reißt sich um die Story: Der Star-Soziologe soll eine Studentin vergewaltigt haben. Eigentlich ist es kaum verständlich, wie aus der harmlosen Affäre des akademischen Olympiers mit seiner leicht exaltierten Studentin Babsie ein "Fall" werden konnte. Doch im Kampf um Institutsbereiche kommt den eifernden Wächtern der Political Correctness der Skandal um die vorgebliche sexuelle Belästigung gerade recht. Die Hatz auf Hanno Hackmann beginnt. Zudem steht die Wahl de Universitätspräsidenten an. Eine unglückselige Mischung aus wahlstrategischen Notwendigkeiten, radikal-feministischen Intrigen, Gesinnungsterrorismus und der Sensationsgier der Presse bringt den Professor an den Rand des Abgrunds. Schwanitz zeichnet in seinem Schlüssel- und Gesellschaftsroman ein bissig-scharfes Bild der Universität als Massenbetrieb und bürokratische Institution, die, einmal angestoßen, eine geradezu mörderische Eigendynamik entwickeln kann. Schwanitz kennt die Figuren genau, die er beschreibt, und er trifft den akademisch-blasierten, den bürokratischen, den politisch bewegten Jargon auf den Punkt.
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Verlag: Goldmann
Taschenbuch, 382 Seiten
erschienen: 1996
ISBN: 3442433495
Genre: sonstige Belletristik

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