Susann Cokal
Mirabilis
Bonne Mirabilis ist die Tochter einer Heiligen und Hure. Als sie zwölf Jahre alt war, wurde ihre Mutter Blanche geopfert, um die Stadt von der Pest zu befreien. Man sperrte sie mit anderen Sündern in eine Kirche, um das Gotteshaus dann in Brand zu stecken. Ein Wunder geschah: Das flüssige Blei des Kirchendaches löschte den Brand, die Stadt überstand die Epidemie – doch die Eingesperrten waren tot. Seit dieser Zeit fühlt sich Bonne als Wächterin der Kirche Saint-Porchaire. Beinahe jeden Tag geht sie in das ausgebrannte Gotteshaus um ihrer Mutter zu gedenken und um Marie, eine Einsiedlerin, die sich vor den Augen der Welt verbirgt, zu versorgen. Bonne verdingt sich als Amme. Als sie Hercule, einen leibhaftigen Zwerg, buchstäblich mit ihrer Muttermilch aus einer Bärengrube rettet, erhält sie eine Anstellung im Hause der Kaufmannswitwe Radegonde Putemonnoie. Radegonde, obschon beinahe vierzig Jahre alt, ist schwanger. Als er schon fast auf dem Totenbett lag, empfing sie von ihrem Mann Henri ein Kind. Doch Henris Vermächtnis besagt, daß Radegonde sein Erbe nur antreten darf, wenn sie einen gesunden Sohn zur Welt bringt – in jedem anderen Fall muß sie ins Kloster gehen. Bonne gerät in den Bann der Radegonde Putemonnoie, die vielen Bürgern der Stadt als Hexe gilt – besonders, als Engländer die Stadt belagern und die Vorräte knapp werden. Ein historischer Roman in einem besonderen Ton erzählt – und mit zwei unvergeßlichen Frauenfiguren: Bonne Mirabilis, die Tochter einer Heiligen, und Radegonde, die geheimnisvolle Kaufmannswitwe, stellen sich gegen Haß und Aberglauben.
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Verlag: Rütten & Loening
Hardcover, 489 Seiten
erschienen: 2001
ISBN: 335200580X
Original: Mirabilis (2001)
Genre: Historisch

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