Charles Frazier
Unterwegs nach Cold Mountain
Verwundet im amerikanischen Bürgerkrieg, wird der junge Soldat Inman zum Deserteur. Die Reise zurück nach Cold Mountain, seiner Heimat in den Bergen von North Carolina, zurück auch zu der von ihm geliebten Ada, führt ihn durch ein zerstörtes Land. Auch innerlich tief verletzt von der erlittenen Gewalt, fühlt Inman sich vor allem von der Liebe und der Sehnsucht nach einem Ort des Friedens auf seinem gefahrvollen und einsamen Weg vorangetrieben. Unterdessen befindet sich Ada auf einer anderen Art von Reise. Als wohlbehütete Tochter eines Pastors aus der Stadt nach Cold Mountain gekommen, ist sie nach dem Tod des Vaters dem ländlichen Leben hilflos ausgeliefert. Doch zusammen mit Ruby, einem heimatlosen Mädchen, das ihr wohlmeinende Nachbarn schicken, gelingt es ihr nach und nach, die väterliche Farm zu bewirtschaften. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine enge Freundschaft, durch die Ada die Zeichen der Natur zu deuten lernt und ein zuvor nicht gekanntes Selbstbewußtsein entwickelt. In Adas und Inmans Bewegung aufeinander zu, in der Geschichte ihrer Liebe, wird der spärlich besiedelte Cold Mountain zu einem mythischen Ort des Versprechens, zu einem Inbegriff von Heimat, der über alle Zeit hinweg zu uns spricht. In seinem Debütroman hat Charles Frazier Geschichten aus seiner Familie, vor allem der seines Urgroßvaters W. P. Inman, und Erinnerungen aus seiner Kindheit in North Carolina zu einem atmosphärisch dichten Roman über die "alte verlorene Kultur der Appalachen" verarbeitet. In den langen rhythmischen Bögen des Erzählens – Spiegelbild einer verlorenen Epoche – entsteht vor dem Auge des Lesers das großartige Panorama einer einsamen Landschaft und das unvergeßliche Porträt einer großen Liebe.
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Verlag: List
Hardcover, 520 Seiten
erschienen: 1998
ISBN: 3471775552
Original: Cold Mountain (1997)
Genre: Historisch

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