Eric Maron
Die Fürstin
1722. Charlotte ist eine von acht Töchtern im heiratsfähigen Alter der verarmten Adelsfamilie von Ostheim-Veldenburg. Im Gegensatz zu ihren Schwestern ist sie sehr groß geraten, hat eine ausgesprochen knabenhafte Figur und ein äußerst aufgewecktes, selbstbewusstes Wesen – und deshalb wollte bislang kein Mann um Charlotte werben. Genau diese Eigenschaften machen sie aber für den Brautwerber Philipp von Zinggen interessant. Denn sein Herr, Fürst Carl Anton von Saalstein-Tresskau, liebt eigentlich nur Jünglinge. Doch ohne einen männlichen Erben ist seine Macht bedroht: Seine Ländereien gerieten in die Hände seines gewissenlosen Vetters Ulrich, Fürst von Saalstein-Mittstadt. Charlotte ahnt zunächst weder etwas von den Neigungen ihres Bräutigams, noch von dem hochbrisanten politischen Ränkespiel. Sie ist darauf bedacht, den skandalumwitterten Fürstenhof in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Ein Fingerzeig des Himmels, glaubt das Volk von Saalstein-Tresskau, das schon lange auf seine Fürstin am Hof gewartet hat. Auch Carl Anton erliegt nach einer Weile dem Charme und der Willenskraft seiner jungen Gattin. Doch nicht alle am Hofe empfangen Charlotte mit dem ihr gebührenden Respekt. Allen voran der eifersüchtige Privatsekretär Carl Antons. Um jeden Preis will er die Nebenbuhlerin um die Gunst des Fürsten aus dem Weg räumen. Ahnungslos begibt sich Charlotte in eine mörderische Falle … Eine großartige historische Saga, die vor einer prächtigen Kulisse von gefährlicher Liebe und tiefem Hass, von bedrohlichen Intrigen und grenzenloser Missgunst erzählt.
Bewertung:
Charlotte ist eine von vielen Töchtern einer Adelsfamilie ohne Geld. Im Gegensatz zu ihren Schwestern ist sie sehr groß, hat keine sehr weibliche Figur und ist sehr freiheitsliebend. Ihre Familie, die darauf angewiesen ist, alle Töchter trotz fehlender Mitgift möglichst gut zu verheiraten, ist davon überzeugt, dass kein Mann Charlotte heiraten wird und lässt sie das auch ständig spüren. Doch dann kommt der Brautwerber des Fürsten Carl Anton von Saalstein-Treskau und sucht Charlotte als Braut für seinen Auftraggeber aus. Dieser liebt Männer und will von Frauen nichts wissen. Doch er braucht dringend einen Erben, weil sonst sein Fürstentum im Falle seines Todes an seinen Cousin, den Fürsten Ulrich von Saalstein-Mittstadt, fallen wird, der schon lange ein Auge auf das deutlich reichere Saalstein-Treskau geworfen hat und mit allen Mitteln versucht, an sein Erbe zu kommen. Doch auch in Saalstein-Treskau sind nicht alle begeistert über das Auftauchen der neuen Fürstin, allen voran der Privatsekretär und bisherige Geliebte des Fürsten … Charlotte war mir sofort sympathisch, schon weil sie von ihrer Familie so schlecht behandelt wird. Doch sie geht ihren Weg, auf dem man durchweg mit ihr mitfiebert. Dabei erfährt man auch viel über die Zeit von Kaiser Karl VI., August dem Starken und Friedrich dem Großen. Dabei merkt man sofort, dass sich der Autor sehr stark mit dieser Zeit befasst und wirklich gut recherchiert hat. So ist der Roman auch für Leser interessant, die sich nicht für Liebesgeschichten, sondern mehr für die Geschichte interessieren. Zwar gibt es auch eine solche, doch im Vordergrund steht Charlottes Kampf um das Fürstentum gegen all ihre Widersacher. Diesen Roman kann ich wirklich sehr empfehlen. Gestört hat mich lediglich etwas die Darstellung der Homosexualität, die mir etwas klischeehaft vorkam, doch das tut dem Lesespaß keinen Abbruch.
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besondere Bücher |
  
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sehr gut |
 
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gut |

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geht so |
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gar nicht mein Fall |
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Verlag: Club Bertelsmann
Hardcover, 574 Seiten
erschienen: 2004
Genre: Historisch

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